Sek

8. Mai, früh morgens in Oberhausen, nordöstlich von Duisburg, stürmt das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei mehrere Wohnungen. Die Razzia findet auf dringenden Tatverdacht statt, da die 8 Personen, die in diesem Zuge festgenommen wurden, mutmaßliche Unterstützer und Helfer vom Islamischen Staat (IS) sein sollten.

Aber wer steckt eigentlich hinter den schwerbewaffneten, vermummten Polizisten und was machen sie eigentlich?

Im SEK können Polizisten, die zwischen 23 und 34 Jahren alt sind, die Sonderausbildung zum Beamten der Spezialeinheit absolvieren. Das SEK oder auch das Mobile Einsatz Kommando (MEK) kommen dann, wenn es für die normale Schutzpolizei zu gefährlich wird. Sie unterstützen die Schutzpolizei bei der Bekämpfung der schweren Kriminalität. Das SEK wird meistens gebraucht, da die Wahrscheinlichkeit, dass die Straftäter (schwer)bewaffnet sind, hoch ist.

Wer die Ausbildung zum SEK-Beamten absolvieren möchte, muss extrem sportlich und auch mental stark sein, da Eingriffe äußerst anspruchsvoll sind. Zumal sie sich beispielsweise aus einem fliegenden Helikopter abseilen müssen. Wenn eine Tür aufgebrochen werden muss, wird auch immer ein ca. 20kg schwerer Rammbock mitgetragen. Mentale Stärke ist auch wichtig, da sie im Notfall auch Gebrauch von ihrer Schusswaffe machen müssen. In Salzgitter wurde während eines Einsatzes des SEK ein Mann, der sich in einer Wohnung verbarrikadierte, erschossen. Die Einsatzkräfte vermuteten ein suicide-by-cop-Scenario, dies bedeutet, dass die jeweilige Person von den Polizisten erschossen werden möchte.

Wegen der körperlichen Fitness können die Beamten den Beruf nur bis zum 43. Lebensjahr ausführen. Nach den maximal 19 Jahren Dienst im Spezialeinsatzkommando werden die Polizisten wieder in den „normalen“ Dienst als Schutzpolizist versetzt. Die Suspendierung aus dem Dienst des SEK ist für einige SEK-Beamte eine große Enttäuschung. Dies betraf auch einen Berliner Polizisten, der im Spezialeinsatzkommando bleiben wollte. Aufgrund seines Frusts ging er vor Gericht, um die Zurückversetzung wieder rückgängig zu machen. Der Richter im Verwaltungsgericht beschloss dann aber, dass das maximale Dienstalter beim SEK in Berlin wegen der hohen Belastung bei 42 Jahren liegt.

Wer zum Spezialeinsatzkommando möchte, muss zuvor einige Jahre im normalen Polizeidienst gewesen sein. Normalerweise sind es mindestens zwei Jahre. Man darf aber nicht die Altersgrenze, wie oben erwähnt, überschreiten.

Es ist auch wichtig, dass man neben Fitness und Kondition auch über eine Stress- und Sozialkompetenz, Urteilsvermögen und eine hohe psychische Belastbarkeit verfügt. Als SEK Anwärter, wird auch vorausgesetzt, dass man ein Teamplayer ist. Beim Auswahlverfahren wird auf die physische und psychische Eignung geachtet. Wenn man durch das Auswahlverfahren gekommen ist, muss man eine mehrmonatige Sonderausbildung absolvieren, bei der man unter anderem das Eindringen in Objekte und Gebäude sowie Kampfsport und Selbstverteidigung, aber auch Schießübungen trainiert. Außerdem absolviert man eine Kletterausbildung und ein Fahrsicherheitstraining.

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